...ich nehme Bezug auf Ihre Silvesteransprache. Ihre Worte sind kursiv geschrieben, meine Anmerkungen dazu in fetten Lettern.
der Jahreswechsel ist die Zeit, einmal Wichtiges von Unwichtigem zu trennen. Was war Ihnen in diesem Jahr wichtig? …
Mein Überleben in einem Staat, der hohe Steuern verlangt und nicht genug gegen die Teuerungsrate unternimmt.
Oder sich einfach nur kurz bewusst zu machen, welch großes Glück es für uns ist, in Frieden und Sicherheit zu leben? Viele andere, zum Beispiel die Menschen im Nahen Osten, gäben viel dafür. … Was immer die Bundesregierung dazu an Unterstützung geben kann, das wird sie tun.
In Form von Waffenlieferungen?
Gemessen an den Sorgen der Opfer von Kriegen und Gewalt muten unsere Probleme in Deutschland vergleichsweise gering an. … Vieles von dem, was 2008 wichtig war, bleibt es auch 2009. Das ist im eigenen Leben genauso wie in der Politik.
Richtig: Auch 2009 werden geldgierige und machtbesessene Politiker das deutsche Volk ausbluten lassen und Funktionäre der Politik Steuergelder sinnlos verprassen.
Auch die Sozialversicherungen sind stabiler geworden ... Die Familien wurden gestärkt…
Deshalb erhöht sich ja auch für alle gesetzlich Versicherten ihr Versicherungsbeitrag maßgeblich um mindestens 1,5 % und ist die Geburtenrate weiterhin rückläufig. Wer kann sich heute noch Kinder leisten?
Deutschland ist Integrationsland und wird für immer mehr Migrantinnen und Migranten Heimat.
Sie verwenden den Begriff „Heimat“ schon sehr leichtfertig. Diese Menschen wohnen hier. Heimat hat für mich etwas mit Verwurzelung zu tun.
Das alles sind gute Gründe für Zuversicht. Das alles sind Gründe, auf Deutschlands Kraft und Stärken zu vertrauen. Vertrauen auf das, was wir können, ist gerade jetzt wichtig.
Ich weiß, was ich kann. Das bringt mir aber nur bedingt was, wenn die Politik mir kaum die Luft zum atmen läßt.
Denn die weltweite Krise berührt auch Deutschland. Finanzielle Exzesse ohne soziales Verantwortungsbewusstsein, das Verlieren von Maß und Mitte mancher Banker und Manager – wahrlich nicht aller, aber mancher – das hat die Welt in diese Krise geführt. Die Welt hat über ihre Verhältnisse gelebt.
Sie kennen das Sprichwort: „Ein jeder kehr’ vor seinem eigenen Tor, da hat er genügend Dreck davor!“? Ersetzen Sie im vorigen Abschnitt „Banker und Manager“ durch „Politiker“ und er behält den vollen Wahrheitsgehalt!
… Der Staat ist der Hüter der wirtschaftlichen und sozialen Ordnung. … Das sind die Prinzipien der sozialen Marktwirtschaft. Sie gelten bei uns, aber das reicht nicht.
Fragt sich nur, für wen die gelten. Sollte „der Hüter der wirtschaftlichen und sozialen Ordnung da nicht als Vorbild fungieren?
… Und das ist die Chance, die in dieser Krise steckt, die Chance für internationale Regeln, die sich an den Prinzipien der sozialen Marktwirtschaft orientieren. Ich werde nicht locker lassen, bis wir solche Regeln erreicht haben.
Wie gesagt: Es ist eine anerkanntes pädagogisches Prinzip, daß man am besten durch Vorbildfunktion Wissen vermittelt.
… diese Krise kann nur weltweit gelöst werden, aber natürlich leisten wir einen wichtigen Beitrag dazu.
Wie sieht dieser Beitrag aus? Subventionierung unfähigen Managements? Millionenzahlungen in die EU und andere leere Kassen?
…Denn es ist Ihr Geld, liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, das Geld der Steuerzahler, für das wir in der Politik Verantwortung tragen.
Entschuldigung, daß ich jetzt lache. Richtig ist: „Für das wir Politiker immer Verwendung finden.“
… Deshalb müssen wir zuallererst sicherstellen, dass unsere Betriebe Zugang zu den notwendigen Krediten haben. Der Staat muss hier einspringen, wenn die Banken ihre Aufgaben nicht erfüllen.
Klar. Schließlich sollen die Topmanager, die versagt haben, weiterhin ihre horrenden Gehälter einstreichen können! Oder gilt diese großspurige Zusage auch für kleine und mittelständige Betriebe, die erst Recht Probleme haben, Kredite zu erhalten?
Darüber hinaus werden wir zusätzliche Mittel in Zukunftsinvestitionen stecken. Wir werden Straßen und Schienen ausbauen, ….
Ich bin begeistert! Seit wieviel Jahrzehnten mahnt der ADAC das marode deutsche Straßennetz an?
… Und wo immer es im Blick auf die nächste Generation verantwortbar ist, werden wir alle, die Steuern und Abgaben zahlen, entlasten.
Darauf warten die angesprochenen Personen schon lange. Wir glauben es, wenn diese angebliche Entlastung tatsächlich ankommt!
Das alles stärkt unser Land. Wir handeln schnell und wir denken dabei an die kommenden Generationen. Das ist der Geist, mit dem Deutschland das Jahr 2009 meistern wird.
„Schnell“ ist in der Politik natürlich ein relativer Begriff. Oder sollten die Gedanken an die kommenden Generationen nur den Kindern der Politiker gelten? Das würde jetzt wieder Sinn machen. Meiner Tochter konnte ich jedenfalls das Abitur nicht ermöglichen, weil die deutschen Unterhaltsgesetze die Ex-Frauen bevorzugen!
… Ich habe die wichtigsten Gruppen aus der Wissenschaft, der Wirtschaft, den Banken, den Gewerkschaften, den Bundesländern und den Kommunen zusammengerufen und mit ihnen beraten…
Sind bei diesen „wichtigen Gruppen“ auch Praktiker dabei, die mit dem Begriff „Arbeit“ auch praktische Tätigkeiten verbinden? Oder sind diese Experten nur aus studierten Menschen zusammengesetzt, die Schwierigkeiten hätten, einen Hammer von einem Schraubendreher zu unterscheiden und noch nie einen „Arbeiter“ aus der Nähe gesehen haben?
… Auch wenn das kommende Jahr ein Superwahljahr … wird …
Da werden Sie mich sicher nicht an der Wahlurne sehen. Denn ich habe mir das Motto gesteckt: „Zeigt mir einen Politiker, dem es um sein Volk geht und nicht um sein Geld - und ich wähle ihn!“
… 2009 feiern wir den 60. Geburtstag der Bundesrepublik und mit dem Grundgesetz die freiheitlichste und gerechteste Ordnung, die Deutschland je hatte.
Das mag zwar stimmen, relativiert sich aber bei der deutschen geschichtlichen Vergangenheit…
… Vor 20 Jahren stand unser Land vor der Aufgabe, die Folgen der sozialistischen Planwirtschaft zu beseitigen. Auch wenn ohne Zweifel noch viel zu tun bleibt, so sind wir alles in allem doch ein gewaltiges Stück voran gekommen.
…und können 2010 dann 20 Jahre „Solidaritätszuschlag“ feiern! Dabei hatte der Kanzler damals großspurig behauptet, der Aufbau Ost würde den Steuerzahler nicht belasten!
… Wir können uns viel zutrauen und gemeinsam noch mehr erreichen. Ich bin überzeugt davon: Wenn sich auch im kommenden Jahr jeder an seiner Stelle für etwas einsetzt, das für ihn in diesem Land besonders liebens- oder lebenswert ist, dann wird es uns allen noch besser gehen.
Was wird der Beitrag der Politik sein? Aber das beantwortet sich von alleine: Was ist für einen Politiker an unserem Land liebenswert? Natürlich: Die Diäten! Da zeigen sie auch stets vollen Einsatz und es geht ihnen auch immer besser!
… ich wünsche Ihnen, dass Sie alles in allem mit Dankbarkeit auf das vergangene Jahr zurücksehen können. All denen, die in diesem Jahr mit Sorgen und mit Trauer leben mussten, wünsche ich Trost und Kraft, um den Beginn des neuen Jahres mit neuer Zuversicht begehen zu können.
Ja, ich bin dankbar, daß ich überlebt habe und sehr zuversichtlich: Ich werde weiter Ausbeutung durch den Staat erdulden, ich werde für meine Kinder Unterhalt bezahlen, sie aber nicht sehen dürfen, weil der Staat das Wohl der Kinder am Geld festmacht. Und ich werde weiter tatenlos zusehen müssen, wie das Geld für das ich hart arbeite, von der Politik sinnlos verpraßt wird.…